Perlen
Über den Mythos der Perle gibt es unzählige Legenden: Einst sei der indische Gott Krishna ins Meer getaucht um seiner Tochter das schönste Hochzeitsgeschenk aller Zeiten zu suchen: eine Perle. Eine andere Erzählung besagt, dass Cleopatra das Herz ihres Feindes Marc Antonius eroberte, indem sie ihm eine in Wein aufgelöste Perle verabreichte. Übrigens spielen Perlen in vielen Kulturen eine wichtige Rolle: Mal sind sie Glücksbringer, mal Schutz gegen Feinde, in einigen Fällen gelten sie sogar als Liebessymbol.
Bis eine dieser samtig schillernden Perlen entsteht, vergehen viele Jahre. In der Perlenauster, tief unten am Meeresboden, wachsen die wertvollen Perlen heran. Wird durch die Meeresströmung neben der Nahrung beispielsweise ein Sandkorn mit in die Auster gespült, schaltet sich sofort ein Abwehrmechanismus ein. Der unerwünschte Eindringling wird isoliert – um das Sandkorn wird eine Perlmuttschicht gezogen. Bei der Perlenzüchtung wird gezielt ein Fremdkörper in die Muschel gesetzt. Im Laufe der Jahre wächst eine Perlmuttschicht über der anderen um das Sandkorn herum, bis in der Muschel endlich eine kleine, schimmernde Perle entstanden ist. Schließlich kann diese sorgfältig von der Schale getrennt und in schönen Schmuckstücken verarbeitet werden.
Echt oder Unecht?
In dem Glanz und der Helligkeit einer echten Perle, müssen Sie Ihr Spiegelbild erkennen können! Eine kalkig-matte Oberfläche, Kratzer, Vertiefungen und auch Flecken zeigen eine niedrige Qualität. Es gilt: Je gleichmäßiger und glatter die Oberfläche, desto wertvoller ist das Schmuckstück. Die Züchtung kugelrunder und großer Perlen gelingt äußerst selten, dementsprechend teuer sind sie. Mit der Größe wachsen jedoch die Seltenheit und natürlich der Preis. Bei schwarzen und dunkelgrauen Perlen müssen Sie besonders tief in die Tasche greifen, ansonsten ist die Farbe reine Geschmackssache.
Pflegetipps
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Regelmäßig beim Juwelier Stabilität der Kette kontrollieren lassen
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Perlen fernhalten von Kosmetika, Parfüms, Deos, Haarsprays und Haushaltsreinigern: sie greifen die Oberfläche an
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getrennt von anderem Schmuck im Stoffbeutel aufbewahren – die weiche, sensible Perlenoberfläche kann leicht beschädigt werden
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Perlen wollen gern getragen werden: Hautkontakt verhindert ihr Austrocknen – der seidige Glanz („Lüster“) bleibt lange erhalten
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nach dem Tragen vorsichtig mit einem weichen, feuchten Tuch reinigen
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Perlenarten
Akoya-Zuchtperle
ein Klassiker unter den Zuchtperlen aus dem japanischen Meeresraum. Die hellen rosé-farbenen bis silbergrauen Zuchtperlen sind zwischen zwei und elf Millimetern groß, kugelrund oder unregelmäßig-barock.
Keshi-Zuchtperle
dieser kernlosen Salzwasser-Zuchtperle sind im Formenreichtum keine Grenzen gesetzt.
Mabe-Zuchtperle
die zehn bis über zwanzig millimetergroßen „Halbperlen“ können rund, oval, sogar eckig, tropfen- oder herzförmig sein, weil zwischen Schale und Mantelgewebe der Muschel eine Perlmutthalbkugel eingesetzt wird.
Südsee-Zuchtperle
sie stammt aus der Perlauster warmer Ozeanregionen und ist eine der kostbarsten unter den Zuchtperlen. Ihr Farbspektrum reicht von Weiß über Creme bis Gold und schillernden Silberblau.
Tahiti-Zuchtperle
ist eine besondere Art der Südsee-Zuchtperlen von den Lagunen Polynesiens. Metallische Farbtöne von Grüngrau bis Braunschwarz haben die Tahiti-Zuchtperle in den letzten Jahren weltweit populär gemacht.
Diamanten
Seit jeher fasziniert der Diamant den Menschen durch seine unübertroffene Schönheit. Mit seinem Funkeln und Leuchten zieht er uns in seinen Bann und hat sich schließlich als strahlender Brautschmuck durchgesetzt. Diese Brillanz erhält der Diamant erst durch einen perfekten Schliff und die richtigen Proportionen. Bereits mit dem bloßen Auge muss ein hochwertiger Stein erkennbar sein.
Wie kein anderer Edelstein symbolisiert der Diamant die Liebe zweier Menschen. Vielleicht vermittelt uns seine harte Beschaffenheit das Gefühl von Unbesiegbarkeit und unzertrennlicher Bindung. Wie mit allem, was die Perfektion verkörpert, liegt ihm eine einfache Struktur zu Grunde.
Der Diamant als bekanntlich härteste Substanz besteht aus reinem Kohlenstoff. Sein Feuer und seine vollendete Form erhält er, wenn die vier C von Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff) in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen.
Der Schliff macht’s!
Das Funkeln und die Brillanz erhält ein Diamant erst durch einen perfekten Schliff und die richtigen Proportionen. Kein anderer Edelstein kann vergleichsweise viel Licht aufnehmen und in Spektralfarben reflektieren.
Meist ergibt sich die Schliffform aus der natürlichen Rohform. Der Brillantschliff mit seinen 58 Facetten ist weltweit der Beliebteste. Quadratische Princess-Schliffe oder rechteckige Baguette-Schliffe sind jedoch immer mehr im Kommen. Heute sind so genannte Solitäre, Schmuckstücke mit einem einzigen, zentralen Diamanten, besonders begehrt. Solitäre werden in Anhängern, Ohrringen, Ringen oder Manschettenknöpfen verarbeitet. Ein Diamant begleitet die Trägerin ein ganzes Leben lang.
Schon vor 2000 Jahren schmückte der Diamant die Götterstatuen als „drittes Auge“, das Auge der Erleuchtung. Außer dem Herrscher hatte niemand das Privileg einen Diamanten zu tragen, denn schon damals galt er als Symbol der Stärke und Unsterblichkeit. Mit der Zeit hat sich die Symbolkraft dieses Edelsteins nicht verändert, lediglich sein Design.
© Heiraten in Berlin · Trauringe